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Consumer Insights Leitfaden Talkwalker

Geschrieben von Talkwalker (DE) | April 4, 2022

Wie finde und analysiere ich Consumer Insights?

Wie erstelle ich eine Consumer Insights Strategie?
Quellen für Consumer Insights.

Die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Verbraucher zu verstehen ist essentiell, um die Zukunft Ihrer Marke zu gewährleisten. Durch das Sammeln und Analysieren von Kundenfeedback bekommen Unternehmen wertvolle Informationen von Verbraucher und bestehenden Kunden.

Die Customer Journey hat bereits einiges durchmachen müssen. E-Commerce und Online-Shopping führten dazu, dass Marken ihre Strategien anpassen mussten, um in ihrer Branche konkurrenzfähig zu bleiben und ihre Kunden zufriedenzustellen. In Zeiten von Corona hatten Marken, die ihre digitale Reise noch nicht begonnen hatten, Schwierigkeiten aufzuholen.

Um der sich stets ändernden Nachfrage der Verbraucher nachzukommen und in dieser uns neuen Welt zu überleben, müssen Marken ihre Ohren spitzen und zuhören. Und zwar genau zuhören.

In diesem Blogpost untersuchen wir den Wert von Consumer Insights für Ihre Marke.

Genug geredet, legen wir los.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Consumer Insights?

Consumer Insights sind Daten, die Marken verwenden, um die Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen und Stimmungslagen der Verbraucher zu verstehen. Sie helfen Marken dabei, die Interaktion mit den Verbraucher zu steigern und zu stärken. Das führt zu einer nachhaltigen Beziehung zu den Kunden und somit zu einer besseren Kundenbindung.

Es ist nicht immer einfach, die Verbraucher zu verstehen. Sie ändern ständig ihre Einstellung und ihre Gewohnheiten. Consumer Insights helfen Marken dabei zu verstehen, warum ein treuer Kunde zu einer anderen Marke gewechselt ist. Oder warum eine treue Kundin kurz vor dem Check-out die Website verlässt.

Consumer Insights basieren auf Daten, die nach verschiedenen Methoden erhoben werden: Social Listening, Sentimentanalyse, Trendanalyse, Umfragen zur Kundenzufriedenheit, Fokusgruppen und vieles mehr.

Insights können aus verschiedenen Quellen stammen, darunter Marktforschung, Kundenservice, Produkt- und Kundenbewertungen, Kaufhistorie und dem Sentiment der Verbraucher … aber dazu später mehr.

Beispiele für Consumer Insights

Ich weiß, Sie haben Unmengen an Informationen zu ihren Verbrauchern, jedoch kann man nicht alles davon als Insight betrachten. Ein echter Consumer Insight ist:

  • Unerwartet – etwas, das Sie über das Verbraucherverhalten nicht wussten.
  • Neu – was Sie bereits wissen, ist kein Insight.
  • Relevant – hat es nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun? Wird es Ihnen nicht beim Erreichen Ihrer Geschäftsziele helfen? Dann ist es kein Insight.
  • Umsetzbar – Insights sollten Ihnen dabei helfen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, die Ihrer Marke nutzen.

Consumer Insights beinhalten:

  • Demografische und soziale Eigenschaften – Geschlecht, Alter, Standort, Beruf, Familienstatus, Branche.
  • Interessen und Lifestyle – Hobbys, Aktivitäten, Ziele.
  • Gründe für die Kaufmotivation – Verbraucher zu verstehen, um Kaufreize zu finden.
  • Markenwahrnehmung – wie Verbraucher Ihre Marke wahrnehmen.

Beispiele für Consumer Insights | Nike

So hat Nike Consumer Insights verwendet, um ihre Kundenbeziehung zu fördern.

Durch das Sammeln und Analysieren von Consumer Insights konnte Nike feststellen, dass der Großteil seiner Zielgruppe keine professionellen Sportler waren. Die Marke entschied sich also mit der Find Your Greatness-Kampagne den Fokus auf die Verbraucher zu legen.

 

 

Nike – Find Your Greatness.

Die Kampagne startete 2012, nachdem Nike das Wettbieten um das offizielle Sponsoring für Sportbekleidung der Olympischen Spiele von London verlor. Die Resultate waren wie folgt:

  • Die Anzahl der Facebook-Follower stieg um 6 % mit 77 % mehr Engagement.
  • 430.000 Erwähnungen auf Twitter und über 10 Mio. Aufrufe des Spots auf YouTube.
  • Nach den Olympischen Spielen 2012 dachten 63 % der Leute, Nike sei der offizielle Sponsor der Olympischen Spiele gewesen.

Warum sind Consumer Insights wichtig?

Verbraucher haben es heutzutage so viel leichter. Mehr Wettbewerb bedeutet, dass Marken sich enorm ins Zeug legen müssen, wenn sie uns als Kunden wollen. Eine personalisierte Customer Experience. Empathischer Kundenservice. Produkte und Funktionen, die wir uns wünschen.

Wir überprüfen die Kundenbewertungen und lesen die Meinungen von Influencern. Social Media bietet uns eine Plattform, auf der wir eine Marke beurteilen und dann entscheiden können, ob wir dem Unternehmen gerne unser Geld geben möchten.

Das ist die Macht von Consumer Insights: Marken können sich ein umfangreiches Bild des Zielmarktes machen und jedes Detail der Customer Journey verstehen. Consumer Insights bieten die Möglichkeit, kluge Geschäftsentscheidungen zu treffen. Verbessern Sie das Kundenerlebnis, präzisieren Sie Ihre Kampagnen und fördern Sie Ihre Produktentwicklung.

Durch eine Consumer Insights Analyse können ebenso die Pain Points und das Sentiment der Kunden bei der Customer Journey herausgefunden werden. Außerdem kristallisieren sich Branchen- und Markttrends heraus.

Sie interessieren sich für aktuelle Trends? Dann werfen Sie einen Blick in unseren Twitter Birdseye Report | Trends in der Food-Branche.

Sie werden bald das Kaufverhalten der Verbraucher verstehen können. Wie Verbraucher denken. Und Sie werden Antworten auf diese Fragen haben:

  • Wie wird Ihre Marke von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen und wird sich Ihr Produkt verkaufen?
  • Welche Produkte oder Funktionen wünschen sich Ihre Kunden?
  • Warum sind die Verkäufe Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung zurückgegangen?
  • Was denken Kunden über Ihr neues Produkt, Ihre neue Funktion oder Leistung?
  • Was ist die beste Art und Weise, um bestehende Produkte an Ihre Kunden zu vermarkten?
  • Wie können Sie die Conversion-Rate Ihrer Marketingstrategie steigern?

Beispiel für Consumer Insights | Guinness

 

 

Die St. Patricks Day Kampagne von Guinness 2020.

Anfang 2020, als das Coronavirus anfing sich zu verbreiten und überall Lockdowns herrschten, führte Guinness ihre traditionelle St. Patricks Day Kampagne ein.

Sie erkannten das Sentiment der Verbraucher und machten Solidarität und Zusammenhalt zum Thema ihrer Kampagne und riefen ihr Publikum dazu auf, verantwortungsbewusst zu feiern. Mit dem aufmunternden Video zeigte Guinness Haltung und vermenschlichte so die Marke in schwierigen Zeiten.

Die Kampagne konnte großartige Ergebnisse erzielen. Sie erreichte hohe Favorability Scores in den USA und 21 % der Menschen teilten das Video, weil es den Zeitgeist und die damalige Stimmung traf.

Die Vorteile von Consumer Insights

Ich werde nun etwas genauer ins Detail gehen, um Ihnen zu erklären, warum Ihr Unternehmen Consumer Insights sammeln, interpretieren und analysieren sollte. Ein tieferes Verständnis des Sentiments und des Verhaltens der Verbraucher wird Ihnen dabei helfen, stärkere Beziehungen mit den Verbraucher und ihren aktuellen Kunden aufzubauen.

Mit Consumer Intelligence können Unternehmen wertvolle Consumer Insights generieren. Um jedoch das meiste aus diesen Insights herauszuholen, muss eine Marke flexibel sein und sich anpassen.

Verbessern Sie die Customer Experience

Jetzt wird's persönlich …

Laut Salesforce erwarten 76 % der Verbraucher von Unternehmen, dass sie ihre Wünsche und Erwartungen erfüllen.

Unternehmen sollen also das Verhalten der Verbraucher verstehen. Sie sollen ihre Interessen kennen und wissen, wie sie gerne angesprochen werden. Die Menschen wollen Personalisierung. Nur mit Personalisierung können Sie Ihre Produkte erfolgreich entwickeln und vermarkten.

80 % der Verbraucher würden eher von einer Marke kaufen, die eine personalisierte Customer Experience bietet.

Consumer Insights geben Ihnen die nötigen Daten, um Ihren Content zu personalisieren und Ihr Produkt anzupassen. Erfüllen Sie die Wünsche der Verbraucher, während Sie Ihre aktuellen Kunden weiterhin glücklich machen und Ihre Markenbekanntheit steigern.

Produkte und Leistungen können weiterentwickelt oder aktualisiert werden, ihr Marketingteam kann ihre Strategien durchführen und die Geschäftsprozesse können optimiert werden. Folglich wird Ihre Marke kundenorientierter sein, was zu einer besseren Customer Experience und einem höheren Umsatz führt.

 

Selena Gomez teilte Statistiken von Spotify, die zeigen, wie ihre Fans ihre Musik hören. Dieser Tweet erhielt 68.000 Engagements.
Quelle Market Pulse.

Mitte 2021 führte Spotify eine neue Funktion ein – Only You. Die Kampagne lief einen Monat lang und bot ein neues In-App-Erlebnis an, das an die Streaming-Gewohnheiten der Hörer angepasst war. Um die Nutzer auf die Funktion aufmerksam zu machen, erstellte Spotify Statistiken für eine ausgewählte Gruppe an Künstlern, welche diese auf Social Media teilen konnten. Die Virality-Map unten zeigt die Ergebnisse des Tweets von Selena Gomez, der 68.000 Engagements erhielt.

Spotify unterhält seine Kunden mit personalisierten Insights und Inhalten für jeden Nutzer.

88 % der Marketingexperten bestätigen, dass das Ziel von Personalisierung die Verbesserung der Customer Experience ist. 87 % der Kunden, die angeben ein gutes Kundenerlebnis bei der Marke gehabt zu haben, kaufen wieder. Jedoch kaufen lediglich 18 % der Kunden wieder, die angaben ein schlechtes Erlebnis gehabt zu haben.

Microsoft sagt: „Eine moderate Verbesserung der Customer Experience generiert durchschnittlich 775 Mio. USD Umsatzsteigerung in drei Jahren für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von 1 Mrd. USD.“

Erstellen Sie gezielte Werbeaktionen

Wenn Sie wirklich wissen, welche Menschen am wahrscheinlichsten Ihr Produkt oder Ihre Leistung kaufen, können Sie gezielte Werbeanzeigen für Werbeaktionen und Angebote erstellen. Das Wissen gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie weder Ihre Zeit noch Ihr Geld verschwenden werden.

Ohne Targeting sind Ihre Anzeigen nichts weiter als TV-Werbespots, welche die größtmögliche Zielgruppe erreichen sollen. Sie können sich vorstellen, wie selten man da ins Schwarze trifft.

In der Konsumgüterbranche können Einzelhändler Studien zufolge ihre operative Marge um 60 % steigern, wenn sie Werbeaktionen und andere auf Verbraucherdaten und -analyse basierende Methoden verwenden.

Verbessern Sie die Kundenbindung

Es kostet das Fünffache, einen neuen Kunden zu erwerben als einen bestehenden zu halten.

Da 65 % des Geschäftes eines Unternehmens von bestehenden Kunden stammen, ist es essentiell, die Bereiche zu identifizieren, in denen Sie Ihren Kundenservice oder die Customer Experience verbessern können, um so die Abwanderung zu reduzieren.

Consumer Insights helfen Ihnen zu verstehen, welche Aspekte Ihrer Marketingstrategie die Kunden angezogen und zum Kauf angeregt haben. Und warum manche Kunden Ihrer Marke treu bleiben und manche zur Konkurrenz abwandern.

  • Das Sammeln von Consumer Insights offenbart Ihnen die genauen Probleme, die zur Abwanderung führen.
  • Der Kundenservice braucht lange zum Antworten, ist unfreundlich oder nicht existent.
  • Es gibt keine automatische Hilfe, z. B. Wissensdatenbank, FAQs, Chatbot.
  • Es gibt kein Onboarding-Programm.

Es ist 5-mal wahrscheinlicher, dass zufriedene Kunden wieder kaufen und 4-mal wahrscheinlicher, dass sie Ihre Marke weiterempfehlen. Außerdem kann eine Erhöhung Ihrer Kundenbindungsrate um 5 % zu einer Gewinnsteigerung von 25–95 % führen.

Verbessern Sie den Kundenservice

Die Pain Points der Kunden durch Consumer Insights herauszufinden, erleichtert es Ihrem Kundenservice-Team, ihre Antworten zu planen und das Wiederkehren von Problemen zu verhindern.

Ein starker Kundenservice steigert die Kundentreue und verringert die Abwanderung. Außerdem lieben es Kunden, wie wir alle wissen, Probleme auf Social Media zu teilen. Wenn Ihr Team also schnell reagiert und eine Reklamation effizient bearbeitet, zeigen Sie, wie wichtig Ihnen Ihre Kunden sind.

Fördern Sie Produktinnovation und -verbesserung

Consumer Insights helfen Ihnen dabei, zu verstehen, wonach die Menschen suchen und welche Lösungen sie derzeit verwenden. Das wird Ihrem Produktteam dabei helfen, potenzielle Marktlücken zu finden, um Ihnen den Wettbewerbsvorteil in Ihrer Branche zu sichern.

Neben der Produktentwicklung werden Ihnen Consumer und Customer Insights dabei helfen, Ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Verfolgen Sie die Verwendung Ihrer Produkte und finden Sie häufig vorkommende Pain Points. Wenn Sie diese Probleme angehen und Ihre Bestandsprodukte verbessern, werden Sie sicher weiterhin die Anforderungen Ihrer Kunden erfüllen.

Definieren Sie Produktpreise

Wie viel sind Verbraucher bereit, für Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bezahlen?

Sie müssen entscheidende Faktoren wie die Definierung des Zielkunden oder die Preisgestaltung Ihrer Wettbewerber berücksichtigen. Des Weiteren müssen Sie entscheiden, ob Sie eine Qualitätsmarke oder die billigste auf dem Markt sein möchten.

Das Center von BCG für Customer Insights befragte 40.000 Verbraucher aus der ganzen Welt, um zu verstehen, was eine Kaufentscheidung antreibt. Consumer Insights zeigten, dass Preisentscheidungen zur Anpassung an „wertbewusste“ Verbraucher der falsche Weg sein könnten.

73 % der Verbraucher sagen, dass ein gutes Kundenerlebnis ihre Markentreue beeinflusst. Je teurer ein Produkt, desto mehr sind die Leute bereit, dafür zu bezahlen. Zwar wittert jede Branche bei einer hochqualitativen Customer Experience das Potenzial zur Preiserhöhung, Luxus- und Genussmarken profitieren jedoch am meisten von einem Top-Service.

Expandieren Sie in neue Märkte

Egal ob mit einem neuen oder bereits bestehenden Produkt, die Expansion in neue Märkte kann ohne Vorkenntnisse über das Zielpublikum riskant sein.

Consumer Insights minimieren dieses Risiko, indem sie Feedback bieten, dass Sie für die Optimierung Ihrer Kommunikation und Herangehensweise nutzen können. So wird sichergestellt, dass Sie mit Ihren Kampagnen ins Schwarze treffen – Sie werden zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kanal die richtigen Verbraucher ansprechen.

Was ist der Unterschied zwischen Consumer und Customer Insights?

Verbraucher oder Kunden. Gibt es einen Unterschied?

Max und Moritz gehen einkaufen und Max kauft Moritz einen Lutscher. Das macht Max zum Kunden und Moritz zum Verbraucher.

Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen kaufen und weiterverkaufen sind Kunden, die Endbenutzer sind die Verbraucher. Zum Beispiel kauft ein Restaurant eine Mikrowelle von einem Hersteller. Somit ist das Restaurant der Kunde und die Person, die das Essen aus der Mikrowelle isst der Verbraucher des Herstellers.

Customer Insights und Consumer Insights befassen sich beide mit dem „Warum“ in Ihren Marktforschungsdaten. Customer Insights sind die Wünsche und Bedürfnisse Ihres bestehenden Kundenstamms, während Consumer Insights Daten zu Ihrer Zielgruppe liefern.

B2C-Marken sollten sich auf Consumer Insights konzentrieren, um neue Kunden zu gewinnen.  Sie müssen verstehen, wie die Zielgruppe denkt und was die Leute wollen.

B2B-Marken haben meist mit sehr ähnlichen Kunden zu tun. Daher sollten sie, um Abwanderung zu vermeiden, das Kundenverhalten verstehen und sich an die Bedürfnisse der Kunden anpassen und diese befriedigen.

Wie sich Corona auf Consumer Insights auswirkte

Das Corona-Virus verbreitete sich weltweit rasend schnell. Alles wurde auf online umgestellt – wir zoomten mit unseren Kollegen und kauften unser Essen online. Das Gefühl der Isolation führte zu einem Verlangen nach menschlicheren Markenerlebnissen. 

Wir shoppten anders. Das Schließen der Hersteller führte zu Versorgungsengpässen. Die Markenbindung der Verbraucher änderte sich zwangsweise, da sie neue Lieferanten suchten.

Die Pandemie führte auch zu mehr Arbeitslosigkeit. Verbraucher suchten also günstige Produkte, wodurch Bewertungs- und Preisvergleichseiten beliebter wurden.

Im Bewusstsein dieser Veränderungen und im Kampf ums Überleben, mussten sich Marken anpassen.

Feedback von Kunden und Verbraucher bekamen eine neue Relevanz. Wir machen uns Sorgen um unsere Gesundheit, unsere Jobs, unsere Zukunft und Marken müssen uns zuhören.

Dieses neue Kaufverhalten wird nicht über Nacht verschwinden. Es hat sich für die Verbraucher als sparsamer und somit besser erwiesen. Markentreue ist keine Selbstverständlichkeit mehr und die Konkurrenz zwischen Marken ist gestiegen.

Flexibilität und Empathie sind essentiell. Man hat wichtigeres im Kopf als das Ausfüllen eines langen Fragebogens. Man hat keine Zeit, um auf die E-Mail vom Kundenservice zu warten. Marken müssen hinhören und so einfach wie möglich herausfinden, was für Produkte die Verbraucher wollen. Erst dann können sie mit der Vermarktung beginnen.

I want it now. I want it WOW!

Marken, die sich nicht an Consumer Insights orientieren, werden immer hinterherhinken und schließlich in Konkurs gehen. Zu wissen, was Ihre Kunden denken, fühlen und brauchen, wird Ihnen dabei helfen, sich an die ungewisse Zukunft anzupassen.

Unser Report State of Conversation 2021 bietet Ratschläge von über 50 Branchenexperten und erklärt wie echte Marken auf bahnbrechende Weise Consumer Insights genutzt haben, um ihre Marketingkampagnen gezielt auszurichten und die Produktentwicklung zu verbessern.

Quellen für Consumer Insights

Consumer Insights können auf zwei Arten erhoben werden: traditionell und digital. Beide sind zu empfehlen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und diese sehen wir uns jetzt einmal genauer an.

Der Vergleich von Beiträgen in öffentlichen und privaten Medien gibt Aufschluss darüber, wo Verbraucher am häufigsten interagieren.

Traditionelle Quellen

Consumer Insights können aus traditionellen Quellen stammen:

  • Mit Fragebögen können Sie Consumer Insights online oder analog erheben.
  • In Fokusgruppen äußern sich Verbraucher über ein Produkt und geben Feedback zu einem neuen Produkt oder neuen Funktionen.
  • Verbraucherumfragen werden einer ausgewählten Gruppe gegeben. Darin werden Fragen gestellt, um Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu sammeln.

Herausforderungen traditioneller Quellen für Consumer Insights

Traditionelle Quellen unterliegen gewissen Einschränkungen, welche sich auf die Resultate auswirken können.

  • Man muss Leute finden, die teilnehmen möchten. Wer hat heutzutage schon noch Zeit, um einen Fragebogen oder eine Umfrage zu beantworten … Man sollte es also kurz halten.
  • Es sind Vergangenheitsdaten, das heißt, dass die Insights quasi sofort veraltet sind.
  • Marktforschung dauert ihre Zeit und je nachdem, wie viele Verbraucherdaten Sie erheben möchten, kann dies teuer werden.
  • Es ist schwierig, unvoreingenommen zu sein. Oft erwarten wir gewisse Insights, jedoch passen die Daten nicht. Dann biegen wir uns die Realität gerne zurecht.
  • Sind Ihre vorformulierten Fragen gut genug? Verfälschen Sie ihre Ergebnisse vielleicht durch schlecht formulierte Fragen?

Digitale Quellen

Wir interagieren täglich online mit Marken, Kollegen, Freunden und der Welt. Gedanken, Meinungen, Beschwerden, Rezensionen … Digitale Kanäle sind also voll mit globalen Consumer Insights in Echtzeit. Digitale Quellen für Consumer Insights sind:

  • Social-Media-Kanäle
  • Foren, Bewertungsplattformen, Blogs
  • Website-Verhalten
  • Suchmaschinen-Verhalten
  • CRMs und Datenbanken.

Die einzige Hürde zu verwertbaren Insights aus digitalen Quellen, ist das Verwenden der richtigen Consumer Intelligence Plattform für Ihre Bedürfnisse.

Mit Consumer Insights beginnen

Mit einer Consumer Insights Strategie erhalten Sie ein klares Bild von jedem Problem, das sie zu lösen versuchen und von den Auswirkungen auf Ihr Unternehmen.

Relevante Fragestellungen

Was sind Ihre Unternehmensziele und was möchten Sie von den Consumer Insights, die Sie sammeln, erfahren?

  • Aus welchen Quellen für Consumer Insights möchten Sie Ihre Daten beziehen?
  • Wie lange dauert es um genaue Daten zu sammeln?
  • Welche Tools oder Software benötigen Sie, um die Daten zu analysieren?
  • Wie stellen Sie sicher, dass die Daten geschützt und verfügbar sind?
  • Wie werden Sie die Daten mit wichtigen Stakeholdern teilen und wie werden Sie diese verwenden?
  • Sind Sie hinsichtlich des Budgets, Umfang oder der Zeit eingeschränkt und wird sich dies auf Ihre Strategie auswirken?
  • Welche Kundensegmente möchten Sie analysieren?

Verlassen Sie sich ausschließlich auf Verbraucherdaten, die Sie bereits haben, erhalten Sie nur die halbe Wahrheit. Sie werden zwar wissen, was die Leute tun, aber nicht warum.

Das Kombinieren von traditionellen Datenquellen und digitalen Datenquellen wird zuerst das bestätigen, was Sie bereits wissen und dann die Motivation, Wahrnehmung und Einstellungen hinter diesem Verhalten aufdecken.

Konzentrieren Sie sich auf echte Probleme

Zunächst sollten sie bestimmen, welche Geschäftsfragen Sie beantworten möchten.

  • Möchten Sie sich auf ein neues Marktsegment konzentrieren?
  • Ist das Verkaufsvolumen in einer Ihrer Zielgruppen gesunken?
  • Hat sich die Markenwahrnehmung negativ verändert?
  • Möchten Sie mehr über Ihre Zielgruppe erfahren, um die Customer Experience zu verbessern?

Ohne die Fragen zu kennen, ist es unmöglich die Antworten zu finden. Beantworten Sie die erwähnten Fragen, um mit Ihrer Analyse auf dem Laufenden zu bleiben.

Sammeln Sie hochwertige Daten

Legacy-Systeme haben Ihren Zweck erfüllt, aber in der heutigen Welt, in der wir mehrere Geräte und Kanäle verwenden, ist die Sicht auf den Einzelkunden unerlässlich.

Eine Consumer Intelligence Plattform bietet eine einheitliche Sicht auf Ihre Zielgruppe auf allen Kanälen und in allen Regionen, sodass Sie alle Daten an einem Ort haben.

Erstellen Sie Buyer Personas und Customer Journey Maps

Verwenden Sie Verbraucherdaten, um zu verstehen, wer Ihre Kunden sind und was deren Prioritäten und Antriebe sind. Was sind ihre täglichen Herausforderungen?

Mit diesen Consumer Insights können Sie Buyer Personas und Customer Journey Maps erstellen, mit denen Sie jeden Berührungspunkt verfolgen können. Das wird Ihnen zeigen, wie Kunden mit Ihrer Marke interagieren.

Etappen der Customer Journey.

Welche Wahrnehmung möchten Sie ändern?

Welche Markenwahrnehmung der Verbraucher würden Sie gerne ändern? Diese Insights helfen Ihnen einen datengestützten Ansatz zu verfolgen, um künftige Kampagnen und Kommunikation ausrichten zu können.

Stellen Sie Ihre Insights in Kontext.

Ein Consumer Insight ohne Kontext ist nicht viel wert. Er muss Teil Ihrer Geschäftsziele und ihrer Datenbank zum Kundenverhalten sein, damit Sie die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kanal senden können.

Arbeiten Sie mit Ihren kundennahen Teams zusammen (Vertrieb, Kundenbetreuung, Kundenservice), um eine Mischung an Verbraucherdaten zu erhalten, die Ihnen ein umfassendes Verständnis bietet.

Social Media als Quelle für Consumer Insights

Verbraucher sind überall auf Social Media. Wir teilen unsere Gedanken und Meinungen. Wir haten oder loben Marken und Produkte. Wir shoppen. Wir arbeiten. Wir nutzen es für:

  • Kommunikation – beruflich oder privat, wir kommunizieren mit Kollegen, Familie, Freunde und vielen mehr.
  • Einkaufen – neue Produkte finden, Pizza bestellen, Rezensionen lesen und unser Geld auf Online-Marktplätzen ausgeben.
  • Lernen – auf dem Laufenden bleiben, Gerüchten lauschen, politisch diskutieren, Influencern folgen.
  • Modern sein – Trends frühzeitig erkennen und aufspringen.
  • Unterhaltung – Social Media hat sich weiterentwickelt und ist nun statt einer Quelle für Informationen, eine der Hauptquellen für Unterhaltung.

Social-Media-Daten zu erfassen ist, wie ein gigantisches Verbraucher-Forschungsprojekt durchzuführen. Aber... super schnell, super genau und in Echtzeit.

Wie finde ich Consumer Insights auf Social Media?

Es gibt eine Menge hochwertiger Daten, die Sie finden und analysieren können – Sie brauchen nur die richtigen Tools.

Online-Konversationen manuell verfolgen? Das wird nicht funktionieren. Das ist zu viel Arbeit und die menschliche Fehlbarkeit würde Ihre Ergebnisse verfälschen. Sie benötigen ein Consumer-Intelligence-Tool mit den folgenden Funktionen:

Social Intelligence

Soziale Daten in Echtzeit sammeln heißt, dass Sie am Puls der Zeit sind. Ihre Daten sind aktuell. Wenn Sie ein Social-Listening-Tool aussuchen, müssen Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  • Verfolgt und analysiert es in Echtzeit?
  • Enthält die Datenabdeckung alle Social-Media-Plattformen, die meine Marke und Kunden nutzen?
  • Kann ich damit Blogs, Foren, Bewertungsplattformen, Nachrichtenquellen und Podcasts verfolgen?
  • Kann ich Filter verwenden, um das Grundrauschen zu beseitigen und meine Ergebnisse aus sozialen Daten präzisieren?
  • Bietet es eine genaue Sentimentanalyse?
  • Bietet es Bilderkennung und Videoanalyse?
  • Mein Unternehmen ist international tätig, unterstützt das Tool mehrere Sprachen?
  • Gibt es kompetente Unterstützung beim Onboarding und im laufenden Betrieb?

Mit der richtigen Consumer Intelligence Plattform werden Sie jede Markenerwähnung finden, sich in Unterhaltungen einschalten und Fragen beantworten, Wettbewerber beobachten und ihre Markenreputation bewahren können.

Jetzt ist es an der Zeit, die Ergebnisse zu analysieren.

Social Analytics

Wählen Sie eine Plattform, die Ihnen automatisierte Berichterstattung bietet. Am besten KI-betrieben mit Algorithmen fürs maschinelle Lernen, sodass Sie genauere Ergebnisse erhalten, wenn Sie mit vielen Regeln hantieren. Sie werden also in der Lage sein, Social-Media-Updates besser interpretieren zu können. Genauer, und mit Sentimentanalyse.

Zielgruppen-Demografie

Sie glauben,  Sie kennen ihre Zielgruppe? Eine Consumer Intelligence Plattform wird soziale Daten offenlegen, die Ihnen möglicherweise nicht bekannt sind.

Beobachten Sie Ihren Marken- und Produktnamen auf Social Media und finden Sie heraus, was für Menschen über Sie sprechen und was sie sagen. Mithilfe von Bilderkennung und Videoanalyse können visuelle Erwähnungen gefunden werden, in denen Ihre Marke oder Produkt nicht schriftlich genannt wird.

Mit Analytics erfahren Sie außerdem viele Details über Ihre Zielgruppe wie Altersgruppe, Geschlecht, Standort, Sprache, Interessen, Beruf und welche Geräte sie verwenden.

Ihre Zielgruppe zu kennen, wird es Ihnen ermöglichen, gezielt ansprechende Inhalte zu erstellen.

Sentimentanalyse

Eine genaue Sentimentanalyse wird Ihnen sowohl die Kunden zeigen, die mit Ihrer Marke zufrieden sind, als auch diejenigen, die unzufrieden sind.

Wirklich?!

Leute, die negative Kommentare posten, haben etwas gemeinsam? Es ist nie schön zu sehen, dass Leute Ihre Marke nicht mögen. Aber zu wissen, warum sie so denken, was hinter Ihrer negativen Einstellung steckt, kann hilfreich sein, um ihre Meinung zu ändern.

Themen im Trend

Den Kontext von Unterhaltungen über Ihre Marke zu kennen, kann Ihnen Insights bieten, die für die Herangehensweise Ihrer Marketingkampagnen hilfreich sein können.

Zum Beispiel würde eine Burgerkette erwarten bzw. hoffen, dass sie in Unterhaltungen zu Essen, Fast Food, Lieferdiensten, Take-Aways oder Gewichtszunahme vorkommt. Was ist aber, wenn sie plötzlich in Unterhaltungen über das Abnehmen auftaucht?

Social-Media-Kanäle

Welche Plattform nutzen Leute, wenn sie Kommentare über Ihre Marke posten?

Wenn Ihr Kundenstamm vorwiegend auf Twitter ist, warum verschwenden Sie dann Ihre Zeit auf Instagram?

Welche Social-Media-Kanäle nutzen Verbraucher?

Wettbewerbsanalyse

Nachdem Sie Ihre Markenerwähnungen, Reputation, Follower, Kanäle, Sentiment etc. analysiert haben, müssen Sie das Gleiche mit der Konkurrenz tun.

Wie performen Ihre Marketingkampagnen? Falls die anderen erfolgreicher als Sie sind, was können Sie davon lernen? Richten Sie sich an Länder, die Sie nicht auf dem Schirm haben? Welche neuen Produkte haben sie auf den Markt gebracht? Was sagen die Verbraucher über Sie?

Markenwahrnehmung ist immer im Vergleich zur Konkurrenz zu verstehen.

Coca-Cola hat den größten Share of Voice in seiner Branche, gefolgt von Pepsi und Dr. Pepper. Coca-Cola dominiert Pepsi in den USA und in der UK. Die genannte Verteilung kann man selbst in Nigeria, Kanada und Indien beobachten, jedoch dominiert Pepsi den philippinischen Markt.

Beginnen Sie Ihre Wettbewerbsanalyse also bevor es zu spät ist!

Fazit

Im Jahr 2021 gibt es weltweit 4,66 Mrd. aktive Internetnutzer – und es werden täglich mehr. Das sind allesamt Verbraucher, die soziale Daten erzeugen – das sind verdammt viele Consumer Insights!

Consumer Insights, die Ihnen dabei helfen werden, eine personalisierte Customer Experience zu schaffen, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und Ihren Umsatz zu steigern. Fassen wir noch einmal die wichtigsten Vorteile von Consumer Insights zusammenfassen:

  • Erstellen Sie genaue Consumer Personas und gestalten Sie die Customer Journey nach dem Wunsch der Kunden.
  • Verstehen Sie was Kaufentscheidungen antreibt.
  • Machen Sie die Verbraucher zum Herzstück Ihres Unternehmens und werden Sie eine kundenorientierte Marke.
  • Seien Sie bereit, sich schnell an Veränderungen im Verbraucherverhalten anzupassen.
  • Planen Sie künftige Strategien auf Basis von klugen und datengestützten Entscheidungen.

Das sind so viele Vorteile. Es ist kaum zu glauben, dass gerade einmal 50 % der Unternehmen Consumer Insights nutzen, um Entscheidungen zu treffen.

Talkwalker ist eine der fortschrittlichsten Consumer Intelligence Plattformen der Welt. Unsere branchenführende Plattform macht aus Daten mächtige und einfach zu handhabende Consumer Insights.